Zwei Lehrer. Zwei unterschiedliche Kopfschmerzen. Zum einen geht es darum, was die Maschinen tatsächlich können, zum anderen um das, was wir immer wieder zu stoppen versuchen.

David Webb ist in Jakarta. Er ist kein Programmierer. Nicht einmal annähernd. Dennoch verbrachte er ein Jahr damit, eine App namens LibraryAid zu „vibecodieren“. Die Idee? Lassen Sie die KI die Bibliothek verwalten. Kein CS-Hintergrund erforderlich, nur Sturheit.

Der Algorithmus erfasst mittlerweile etwa 30 Faktoren. Interessen, frühere Lesegewohnheiten, sogar aktuelle Unterrichtsthemen. Es ist so personalisiert, dass es unheimlich wirkt.

Und es funktioniert.

Nehmen Sie den Schüler, der zwei Klassenstufen unter seinem Niveau liest. Die App gab ihm eine Buchreihe, die er wirklich liebte. Am Ende machte er beim Lesen dreimal so große Fortschritte wie der Durchschnitt. Das ist beeindruckend. Ist es Magie? Nein. Es geht nur darum, dass Daten das tun, was Daten am besten können, nämlich ein Muster zu finden, das einem Menschen möglicherweise entgangen ist.

Technologie funktioniert am besten, wenn sie den Instinkt stärkt und nicht ersetzt.

Aber dann schwenken Sie nach Kalifornien. Treffen Sie Gabe Nitro.

Er plädiert für das, was niemand hören möchte: Handytaschen könnten dem Lernen schaden, nicht helfen. Yondr-Beutel sollen Ablenkung verhindern. Telefone tagsüber wegzusperren klingt doch klug, nicht wahr?

Außer eine Studie des National Bureau of Economic RResearch sagt etwas anderes. Im Englischunterricht an weiterführenden Schulen hatten diese Beutel keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Testergebnisse. Null. Die Lehrer, die sie installierten, waren schockiert. Sie dachten wirklich, dass es die Noten verbessern würde. Das war nicht der Fall.

Noch schlimmer? Gabe stellt fest, dass die Durchsetzung fast fünfzig Minuten am Tag verschlingt. 49 Minuten Unterrichtszeit gingen durch die Überprüfung von Schlössern und die Beilegung von Streitigkeiten verloren. Was ist die wahre Ablenkung? Sobald die Telefone gesperrt sind, schauen die Schüler einfach auf ihre Chromebooks. Die Ablenkung verschwindet nicht, sie verschiebt nur die Plattformen.

Wir versuchen, Empathie mit einem Tool zu automatisieren. Wir versuchen, die Aufmerksamkeit eines anderen abzulenken. Vielleicht ist das Problem nicht der Code oder das Gehäuse, sondern die Annahme, dass wir die menschliche Natur manipulieren können.