Es ist die älteste Einrichtung, die einen Abschluss in den Vereinigten Staaten verleiht. Die 1636 in Cambridge, Massachusetts, gegründete Harvard University war nicht zu Beginn ein riesiges Forschungszentrum. Es begann als Kleinstadt-College mit einer ganz bestimmten Mission: der Ausbildung von Geistlichen für die Massachusetts Bay Colony.

Der Name stammt von John Harvard, einem puritanischen Geistlichen, der 1638 starb. Er hinterließ der Schule seine Bibliothek mit 400 Büchern und die Hälfte seines Nachlasses. Es war eine lebensverändernde Spende für das junge College. Jahrzehntelang war es einfach als „das College in Newtowne“ oder „Harvard College“ bekannt.

Der Übergang zu einer vollwertigen Universität erfolgte später. Im Jahr 1782 gründete Harvard seine medizinische Fakultät. Dieser Wandel markierte einen Wendepunkt. Die Institution begann, ihren Wirkungsbereich über Theologie und klassische Sprachen hinaus zu erweitern. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts folgten Rechts- und Theologieschulen.

Charles Eliot hat alles andere verändert. Er war vier Jahrzehnte lang Präsident, von 1869 bis 1909. Unter seiner Führung entwickelte sich Harvard zu einer nationalen Institution. Er führte das Wahlpflichtsystem ein, das es den Studierenden ermöglicht, ihre eigenen Wege zu wählen, anstatt einem starren Lehrplan zu folgen. Dieser Schritt verschaffte Harvard einen Einfluss, der weit über Neuengland hinausreichte.

Wer besucht eigentlich Harvard?

Die Alumni-Liste liest sich wie ein Who-is-Who der Weltmacht. Sieben US-Präsidenten sind durch die Hallen gegangen. Das gilt auch für Dutzende Richter des Obersten Gerichtshofs, Kabinettsmitglieder und Kongressführer. Ebenso beeindruckend ist die intellektuelle Liste mit bedeutenden Literaten und unzähligen Nobelpreisträgern.

Doch wie ist die Studierendenschaft heute?

Das Harvard College bleibt der Kern der Universität. Es beherbergt etwa ein Drittel der gesamten Studierendenschaft. Es ist die Grundschule. Wenn Sie fragen, welche Schule für die meisten Studenten der primäre Einstiegspunkt ist, ist es das Harvard College.

Die Geschichte der Frauen in Harvard ist komplex. Das Radcliffe College wurde 1879 als Koordinierungseinrichtung für Frauen gegründet. Frauen besuchten Kurse bei Harvard-Professoren, erhielten ihren Abschluss jedoch von Radcliffe. Jahrzehntelang war dies die Norm.

Die Dinge begannen sich 1960 zu ändern, als Frauen an beiden Institutionen gleichzeitig ihren Abschluss machten. Die Trennung endete schließlich 1999. Radcliffe wurde in Harvard aufgenommen. Der Name existiert bis heute als Radcliffe Institute for Advanced Study und hält das Erbe für interdisziplinäre Forschung am Leben.

Wo findet das Lernen statt?

In Harvard geht es nicht nur um die Grundausbildung. Es verfügt über eine Reihe von Graduierten- und Berufsschulen, die viele moderne Branchen prägen. Dazu gehören:

  • Geschäft
  • Bildung
  • Regierung
  • Zahnmedizin
  • Architektur und Landschaftsdesign
  • Öffentliche Gesundheit

Die Infrastruktur, die diese Ausbildung unterstützt, ist riesig. Die Widener Library ist eine der größten und bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Es enthält Millionen von Bänden. Es ist ein Beweis für das Engagement der Universität für den Wissenserhalt.

Forschung ist eine weitere Säule. Angeschlossene Institute treiben disziplinübergreifend Innovationen voran. Das Museum für Vergleichende Zoologie erforscht die Artenvielfalt. Das Peabody Museum für Archäologie und Ethnologie befasst sich mit der Geschichte der Menschheit. Das Fogg Art Museum verfügt über eine der umfassendsten Kunstsammlungen in Amerika.

Wie Harvard sein Ansehen behält

Warum funktioniert es immer noch?