Hören Sie auf, auf den klassischen Fahrradkick oder den steilen Sprung zu achten. Diese spezielle Art von Magie? Es verschwindet von der WM-Bühne.

Überschriften definieren die Dramatik des Spiels. Mittlerweile sind sie für immer weniger ikonische Momente verantwortlich. Zumindest die Rechnung geht auf. Forscher am NetSI der Northeastern University haben die Zahlen ermittelt und der Trend ist deutlich. Im Jahr 2018 waren 23,7 Prozent der WM-Tore ein Kopfballtor. Schneller Vorlauf zum Achtelfinale im Jahr 2026. Diese Zahl sank auf 17,9 Prozent.

Es ist sicher eine Rutsche. Aber die Taktik ist nicht verschwunden.

Tatsächlich funktionieren Kopfbälle dieses Jahr besser, auch wenn sie seltener vorkommen. Über 11 Prozent aller Kopfbälle führten zu einer Ballbesitzverwertung zum Tor. Die Genauigkeitsrate liegt bei 33,5 %. Das ist respektabel.

Hier ist die Wendung: Die Teams haben nicht aufgegeben. Nicht einmal annähernd.

Die Daten von Northeastern zeigen einen seltsamen Anstieg der Kopfballvorlagen. Zurück bei den Turnieren 2018 und 9022? Nur zwei. Dieses Jahr? Zehn Assists und wir haben noch fünf Spiele vor uns.

Warum der Anstieg?

Wahrscheinlich die gerade zu Ende gegangene Vereinsfußballsaison. Die Teams verbrachten Monate damit, im Voraus geplante Strategien für tote Bälle auszuprobieren. Eckbälle und Einwürfe sind keine chaotischen Schlägereien mehr. Es sind Versatzstücke. Choreografiertes Chaos.

„Die Mannschaften versuchten, bessere Torchancen zu erzielen, indem sie ihre Spieler weiter oben auf dem Spielfeld platzierten.“

Die Forscher stellen ein Muster fest, wann diese Ziele erreicht werden. Ungefähr 57 Prozent landen gegen Ende jeder Halbzeit. Späte erste Hälfte. Tief in der Sekunde.

Denken Sie über die Stimmung nach. Hohe Angst. Teams geraten in Panik. Sie drängen ihre Gegner in Richtung Netz, in der Hoffnung, ihnen in den letzten Minuten den Schwung zu entreißen oder die Führung zurückzuerobern. Es ist Verzweiflung.

Werden wir am Ende des Turniers mehr sehen?

Die Logik sagt ja. Die Uhr läuft ab, die Nerven liegen blank, Körper werden in die Luft geschleudert. Aber ob dieser Kopfballtreffer im späten Spiel einen Pokal gewinnt, bleibt eine offene Frage. Noch ein Pfiff.