Die NASA hat ein kritisches Problem mit der für die Mondmission Artemis II vorgesehenen Rakete „Space Launch System“ (SLS) gemeldet, wodurch der geplante Starttermin am 6. März praktisch ausgeschlossen ist. Das Problem beruht auf einer Unterbrechung des Heliumflusses in der Oberstufe der Rakete, einer für den Start notwendigen Komponente.
Neuer Rückschlag für die Mondmission
Die Entdeckung wurde am Samstag in einem NASA-Blogbeitrag bekannt gegeben, wobei Administrator Jared Isaacman über soziale Medien bestätigte, dass die Rakete zur Reparatur in das Vehicle Assembly Building zurückgebracht wird. Dieser Rückschlag ergänzt die ohnehin schon komplexe Verzögerungsgeschichte des Artemis-II-Programms.
„Wir werden mit den Vorbereitungen für den Rollback beginnen, wobei das Startfenster im März außer Betracht bleibt“, erklärte Isaacman.
Wiederkehrende Heliumprobleme
Die Notwendigkeit eines Heliumflusses sei für Startvorgänge nicht verhandelbar, bestätigte die NASA. Die Behörde arbeitet nun daran, die Ursache der Störung zu ermitteln. Bemerkenswert ist, dass auch die frühere Artemis-I-Mission mit einem Heliumproblem konfrontiert war, obwohl unklar bleibt, ob das aktuelle Problem denselben Ursprung hat.
Frühere Verzögerungen und jüngste Fortschritte
Bei Artemis II kam es mehrfach zu Verschiebungen, zuletzt aufgrund einer gescheiterten „Wet General Probe“. Dieser kritische Test, der eine vollständige Treibstoffbeladung und eine Startsimulation umfasste, wurde zunächst durch Wasserstofflecks behindert. Während ein zweiter Versuch vor wenigen Tagen erfolgreich schien und zu neuem Optimismus für einen Start im März führte, hat dieses neue Heliumproblem diesen Fortschritt abrupt zunichte gemacht.
Diese jüngste Verzögerung unterstreicht die inhärenten Herausforderungen groß angelegter Weltraummissionen und die sorgfältige Technik, die für einen erfolgreichen Betrieb erforderlich ist. Der anhaltende Bedarf an wiederholten Tests und Korrekturen verdeutlicht die Komplexität der Gewährleistung von Sicherheit und Zuverlässigkeit bei Weltraummissionen.
Die Artemis-II-Mission bleibt für die langfristigen Ziele der NASA zur Monderkundung von entscheidender Bedeutung, ihr Zeitplan ist jedoch derzeit ungewiss. Die Agentur muss das Problem des Heliumflusses lösen, bevor ein neuer Starttermin festgelegt werden kann, wodurch sich die Wartezeit auf die Rückkehr der Menschheit zum Mond weiter verlängert.
