Die NASA hat eine entscheidende Hürde für ihre Artemis-II-Mission genommen und strebt den Start am 6. März an, nachdem sie am Donnerstag eine kritische „Wet General Probe“ erfolgreich abgeschlossen hat. Bei diesem Test wurde die SLS-Rakete (Space Launch System) und die Orion-Kapsel vollständig betankt und ein Start-Countdown simuliert, um die Bereitschaft zu überprüfen.
Frühere Herausforderungen überwinden
Die Probe ist unerlässlich, da der SLS ohne sie nicht starten kann. Beim vorherigen Versuch, der im Februar durchgeführt wurde, wurden Leckagen von Wasserstoffbrennstoff festgestellt – ein wiederkehrendes Problem, das auch die Artemis-I-Mission betraf. Laut Charlie Blackwell-Thompson, Artemis-Startdirektor der NASA, wurden diese Lecks inzwischen behoben und beim letzten Test sind keine neuen Probleme aufgetreten.
Was die Mission beinhaltet
Artemis II wird vier Astronauten – Christina Koch, Reid Wiseman, Victor Glover (alle NASA) und Jeremy Hansen (Kanada) – auf einem zehntägigen Vorbeiflug am Mond befördern. Diese Mission ist keine Landung; Stattdessen wird die Besatzung den Mond umkreisen, Daten sammeln und Systeme testen, die für zukünftige Mondoberflächenmissionen wichtig sind.
Warum das wichtig ist
Das Artemis-Programm stellt einen erneuten Vorstoß für die Erforschung des Mondes durch den Menschen dar. Das ultimative Ziel ist Artemis III, das für 2028 geplant ist und zum ersten Mal seit 1972 Astronauten auf dem Mond landen wird. Artemis II ist ein wichtiger Meilenstein, da es Daten über den Weltraumflug von Menschen sammelt und SLS und Orion für ehrgeizigere Missionen validiert.
Beim Erfolg von Artemis II geht es nicht nur darum, den Mond erneut zu erreichen; Es geht darum, eine nachhaltige Präsenz über die Erde hinaus aufzubauen.
Die NASA muss noch die Testdaten analysieren und abschließende Flugbereitschaftsprüfungen durchführen. Doch das Startziel am 6. März erscheint nun realistisch und bringt die Menschheit einer neuen Ära der Monderkundung näher.
