Da ein großer Wintersturm weite Teile des Landes heimsucht, ist es wichtiger denn je, die Nuancen der verschiedenen Winterwetterarten – Schnee, Graupel und Eisregen – zu verstehen. Während viele auf einen Schneetag hoffen, sind die gefährlichsten Winterniederschläge nicht die flauschigen weißen Flocken, sondern der Gefrierregen, der Oberflächen mit einer nahezu unsichtbaren Schicht aus schwarzem Eis bedeckt.

Diese Analyse, die auf einer aktuellen Folge des „Ask Us Anything“-Podcasts von Popular Science basiert, schlüsselt die Wissenschaft hinter diesen Wetterereignissen auf. Es berührt auch eine wenig bekannte historische Tatsache: Während des Zweiten Weltkriegs zensierte die US-Regierung Wettervorhersagen, aus Angst, sie könnten feindlichen U-Booten helfen.

Winterniederschläge entschlüsseln

Niederschlag ist im Grunde genommen Wasser, das vom Himmel fällt. Dies kann viele Formen annehmen, darunter Regen, Schnee, Graupel und Eisregen. Graupel besteht aus winzigen Eiskügelchen, im Wesentlichen Winterhagel, die sich bilden, wenn der Schnee teilweise schmilzt und dann wieder gefriert, bevor er auf den Boden trifft. Hagel hingegen entsteht bei Sommergewittern und kann viel größer werden. Gefrierender Regen ist am tückischsten: Er bleibt flüssig, bis er eine Oberfläche unter dem Gefrierpunkt berührt und sofort eine Eisschicht bildet.

Warum gefrierender Regen so gefährlich ist

Gefrierender Regen stellt eine erhebliche Gefahr dar, da er „Glatteseis“ erzeugt, eine transparente Schicht auf Straßen und Gehwegen. Dadurch werden Oberflächen extrem rutschig, was die Unfallgefahr für Fahrer und Fußgänger erhöht. Selbst nur 0,01 Zoll gefrierender Regen können das Gehen und Fahren unsicher machen, und sein trügerisches Aussehen macht es besonders gefährlich.

Die Geschichte der Wetterzensur

Während des Zweiten Weltkriegs verbot die US-Regierung kurzzeitig öffentliche Wetterberichte, weil sie befürchtete, dass feindliche Streitkräfte diese Informationen nutzen könnten, um die Bedingungen entlang der Küste vorherzusagen. Radiosendern war es verboten, ohne besondere Genehmigung über das Wetter zu sprechen, was zu gefährlichen Situationen wie dem Ausbruch eines Tornados im Jahr 1942 führte, bei dem Warnungen unterdrückt wurden. Die Zensur dauerte fast zwei Jahre, bis ein überraschender Hurrikan in Galveston, Texas, die Beamten zum Umdenken zwang. Das Verbot wurde im Oktober 1943 aufgehoben, was die wesentliche Rolle einer genauen Wettervorhersage für die öffentliche Sicherheit unterstreicht.

Die Wissenschaft hinter Prognosen

Die Vorhersage des Winterwetters, insbesondere von Eisregen, bleibt aufgrund der schnellen und unvorhersehbaren Veränderungen der Atmosphäre eine Herausforderung. Geringe Temperaturschwankungen können das Ergebnis drastisch verändern: Eine flache warme Luftschicht kann Schnee im Handumdrehen in Graupel oder Eisregen verwandeln.

Meteorologen verwenden häufig Analogien, um diese komplexen Prozesse zu erklären. Beispielsweise wird gefrierender Regen mit einem glasierten Donut verglichen, der Oberflächen mit einer klaren, rutschigen Schicht überzieht, während Schneeregen wie ein Donut mit Streuseln ist – knusprig, aber weniger gefährlich.

Letztendlich kann das Verständnis dieser Nuancen Leben retten. Die Zensur der Regierung während des Krieges unterstreicht die entscheidende Rolle, die genaue Vorhersagen für die öffentliche Sicherheit spielen, und die Schwierigkeit, diese Ereignisse vorherzusagen, unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher meteorologischer Forschung.