Die NASA bereitet sich auf ihre Artemis-II-Mission vor, die den ersten bemannten Flug über die erdnahe Umlaufbahn seit 1972 hinaus markiert. Unterdessen geben Durchbrüche in der künstlichen Intelligenz Hoffnung für Schlaganfallpatienten, die Probleme mit der Sprache haben, und Forscher haben die älteste bekannte Höhlenkunst entdeckt, die fast 70.000 Jahre alt ist. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Schnittstelle zwischen menschlichem Ehrgeiz, technologischer Innovation und dem anhaltenden Streben, unsere Vergangenheit zu verstehen.

Artemis II: Rückkehr zum Mond

Nach zwei Jahrzehnten Entwicklungszeit soll Artemis II der NASA in den nächsten Wochen starten. Im Gegensatz zur unbemannten Artemis I wird diese Mission eine Besatzung von vier Astronauten auf einem Mondvorbeiflug befördern. Das Ziel ist nicht die Landung – stattdessen wird das Raumschiff die Schwerkraft des Mondes nutzen, um eine Schleife zu machen und mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 25.000 Meilen pro Stunde zur Erde zurückzukehren.

Die Mission wird wichtige Daten über die physiologischen Reaktionen des Menschen auf den Weltraum sammeln und so den Weg für zukünftige Mondoberflächenmissionen ebnen. Der Vorstoß der NASA, zum Mond zurückzukehren, wird auch durch den geopolitischen Wettbewerb angeheizt, da Indien und China ebenfalls die Erforschung des Mondes betreiben. Der Südpol des Mondes ist aufgrund potenzieller Wassereisablagerungen und seiner einzigartigen Sichtbarkeit für wissenschaftliche Infrastrukturen wie Radioteleskope ein Hauptziel.

KI stellt die Sprache von Schlaganfallpatienten wieder her

Forscher der Universität Cambridge haben „Revoice“ entwickelt, ein KI-gestütztes Gerät, das Schlaganfallpatienten dabei hilft, ihre Kommunikationsfähigkeit wiederzuerlangen. Etwa die Hälfte aller Schlaganfallüberlebenden entwickelt Dysarthrie, eine Sprachbehinderung, die durch Muskelschwäche verursacht wird.

Das Revoice-Gerät verwendet Sensoren, um Halsbewegungen und Herzfrequenz zu verfolgen und diese Daten an zwei KI-Agenten weiterzuleiten. Ein Agent rekonstruiert lautlos mit dem Mund gesprochene Sprache aus den Vibrationen der Kehle, während der andere den emotionalen Zustand und die äußeren Bedingungen des Trägers analysiert, um zu antizipieren, was er sagen möchte. Das System spricht dann mit nur zwei Kopfnicken für sie.

Erste Studien mit fünf Patienten sind vielversprechend, und größere klinische Studien sind geplant. Im Erfolgsfall könnte Revoice auch Menschen mit Parkinson-Krankheit und anderen neurologischen Erkrankungen zugute kommen.

Älteste Höhlenkunst der Welt entdeckt

Eine neue Entdeckung in Sulawesi, Indonesien, hat die Zeitachse für die früheste bekannte Höhlenkunst verschoben. Eine in einer Kalksteinhöhle gefundene Handschablone wurde chemisch auf mindestens 67.800 Jahre datiert und ist damit 15.000 Jahre älter als frühere Entdeckungen auf derselben Insel.

Der Fund gibt Aufschluss über die kognitiven Fähigkeiten der frühen Menschen und könnte Hinweise auf ihre Migrationsmuster von Indonesien nach Australien geben. Wie der Anthropologe Franco Viviani feststellt, bestätigt die Kunst einen starken Zusammenhang zwischen kreativem Ausdruck und kritischem Denken.

Diese Entdeckungen unterstreichen die fortlaufende Entwicklung des menschlichen Verständnisses. Von der erneuten Erforschung des Weltraums über die innovative Anwendung von KI bis hin zur kontinuierlichen Aufdeckung antiker Geschichte bleibt die Wissenschaft an der Spitze der Gestaltung unserer Welt.