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Mumifizierte Geparden bieten neue Hoffnung für die Rückkehr der Arten nach Arabien

In Saudi-Arabien entdeckte, natürlich mumifizierte Gepardenreste stellen eine beispiellose genetische Ressource dar, die die Bemühungen zur Wiederansiedlung der vom Aussterben bedrohten Großkatze in ihrem früheren Verbreitungsgebiet unterstützen könnte. Der Fund, der in einer neuen, in Communications Earth & Environment veröffentlichten Studie detailliert beschrieben wird, umfasst sieben außergewöhnlich gut erhaltene Exemplare aus Höhlen in der Nähe der Stadt Arar sowie Skelettreste von Dutzenden anderer Wildkatzen.

Der Niedergang des Arabischen Geparden

Geparden gediehen einst in ganz Afrika und Asien, doch ihre Populationen in Asien sind im Laufe der Jahrtausende um 98 % zurückgegangen. Ein besonders deutliches Beispiel für diesen Rückgang ist die Arabische Halbinsel: Geparden wurden erst 1977 bestätigt, als ein Weibchen im Oman getötet wurde. Heute gelten sie dort jedoch als lokal ausgestorben. Der Asiatische Gepard (Acinonyx jubatus venaticus ), einst die dominierende Unterart der Region, ist heute vom Aussterben bedroht und nur noch eine winzige Population überlebt im Iran.

Das Haupthindernis für die Wiederansiedlung war schon immer der Verlust des Lebensraums, aber die Studie legt nahe, dass genetische Vielfalt der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg sein könnte.

Natürliche Mumifizierung in der Wüste

Die trockenen Bedingungen der saudischen Wüste schaffen eine ideale Umgebung für die natürliche Mumifizierung: Der Mangel an Feuchtigkeit und der hohe Mineralgehalt im Sand verhindern die Zersetzung. Bei Ausgrabungen in den Jahren 2022 und 2023 wurden Überreste entdeckt, die bis zu 4.000 Jahre alt sind, wobei die mumifizierten Exemplare zwischen 130 und 1.870 Jahre alt sind.

Alte Geparden-DNA freischalten

Den Forschern gelang es, aus drei der mumifizierten Geparden vollständige Genomsequenzen zu extrahieren – eine Premiere für natürlich konservierte Großkatzen. Die Ergebnisse zeigten eine überraschende Mischung genetischer Abstammungslinien: Das jüngste Exemplar stimmt weitgehend mit dem Asiatischen Geparden überein, während ältere Überreste engere Verbindungen zur inzwischen gefährdeten nordwestafrikanischen Unterart aufweisen. Dies deutet darauf hin, dass der historische Genfluss zwischen verschiedenen Gepardenpopulationen größer war als bisher angenommen.

Das Team argumentiert, dass dieser größere genetische Pool die Wiederverwilderungsbemühungen rentabler machen könnte, da sich Unterarten kreuzen und fruchtbare Nachkommen hervorbringen können, was die langfristige Widerstandsfähigkeit der Population erhöht.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass alte DNA-Aufzeichnungen nicht nur für zukünftige Wiederansiedlungspläne von Geparden, sondern auch für andere gefährdete Arten von Nutzen sein können“, schließen die Autoren der Studie.

Die Erhaltung dieser Überreste stellt eine seltene Gelegenheit dar, die genetische Geschichte des Arabischen Geparden zu verstehen und ihn möglicherweise in seinem früheren Territorium wiederherzustellen.

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